PM: Besuch des Containerbahnhofs in Kornwestheim

Die Stammheimer leiden leider an vielfältigen Lärmbelastungen. Zum Teil entstehen diese durch den Containerbahnhof Kornwestheim, zum Teil aber auch durch die insgesamt schwierige Verkehrssituation. Ziel muss es nun sein, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um konkrete Maßnahmen zur Lärmreduktion zu erreichen. Ein erstes Gespräch dazu hat am Mittwoch, den 20.11. stattgefunden. Teilnehmende waren neben Frau Anna Christmann, MdB, Herr Thomas Marwein, MdL und Lärmschutzbeauftragter der Landesregierung, Frau Susanne Korge, Bezirksvorsteherin Stuttgart-Stammheim und Herr Roland Kellner, Vorstand Bürgerverein Stuttgart-Stammheim. Von Seiten der Deutschen Bahn haben am Gespräch Herr Michael Gustavus, Terminalleiter des Containerbahnhofs Kornwestheim, und Herr Andreas Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene – Straße (DUSS) mbH teilgenommen.

Dazu Anna Christmann, Bundestagsabgeordnete für den Stuttgarter Norden:

„Es ist gut, dass die Deutsche Bahn die Anliegen der Stammheimer sehr ernst nimmt. In einem ersten Gespräch wurden Verbesserungen für weniger Rückstau der LKWs bereits für nächstes Jahr angekündigt. Das wäre ein erster wichtiger Schritt.
Ich sehe auch das Bundesverkehrsministerium in der Pflicht, die Deutsche Bahn bei weiteren Lärmschutzmaßnahmen zu unterstützen. Gerade Automatisierung und Digitalisierung können dabei helfen, zum Beispiel die Container sanfter landen zu lassen. Dafür müssen diese Maßnahmen aber auch entsprechend gefördert werden.
Es ist richtig, dass wir mehr Güter auf der Schiene transportieren. Dafür brauchen wir natürlich Containerbahnhöfe. Gerade für einen weiteren Ausbau ist die Akzeptanz der Anwohnerinnen und Anwohner aber entscheidend. Daher sollten Lärmschutzmaßnahmen gerade bei neuen Terminals hohe Priorität habe.“

„Bei dem Verkehrslärm und dem Lärm aus dem Industriegebiet in Kornwestheim zeigt sich wieder, dass bei der Lärmbetrachtung stets der Gesamtlärm betrachtet werden muss und nicht die einzelnen Quellen getrennt voneinander. Als Lärmschützer fordere ich den Bund auf, dies im Bundesimmissionsschutzrecht zu ändern, wie es im Übrigen im Koalitionsvertrag der Bundesregierung steht.“, sagte Thomas Marwein, MdL und Lärmschutzbeauftragter der Landesregierung.