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Digitalisierung braucht mehr Frauen – an Schulen, Universitäten und in IT-Unternehmen

Der seit Jahren viel zu geringe Frauenanteil im IT-Bereich an Schulen, in der Ausbildung, an Universitäten und am Arbeitsmarkt ist ein riesiges Problem. Die Branche sucht auch deshalb händeringend nach Fachkräften, weil die Potenziale der Frauen nicht genutzt werden. Gleichzeitig wird die Gesellschaft bei der Entwicklung und Gestaltung der digitalen Zukunft um den wichtigen Input der Frauen gebracht. Egal ob IT-Sicherheit, Software-Entwicklung oder künstliche Intelligenz – die Digitalisierung braucht in allen Bereichen deutlich mehr Frauen in den Hörsälen, Forschungszentren und IT-Unternehmen. Denn eine männlich dominierte IT-Branche wird weder den Anforderungen zeitgemäßer wirtschaftlicher Entwicklungen noch einer Zukunftsbranche gerecht.

Die Bundesregierung unterschätzt das Problem von zu wenigen Frauen im IT-Bereich massiv. Obwohl die Bundesregierung den Handlungsbedarf offenbar erkannt hat, will sie nichts an ihrer Politik ändern und lediglich die existierenden Programme weiterführen. Dabei sind die Zahlen ein klarer Beleg, dass die bisherigen Anstrengungen ganz offensichtlich nicht ausreichen. Die Bundesregierung tut noch zu wenig, um mehr Frauen für den IT-Bereich zu begeistern. Deshalb machen wir als grüne Bundestagsfraktion das Thema  zu einem Schwerpunkt  und fordern verbindlichere Maßnahmen ein.

Wir brauchen breit und auf Dauer angelegte spezifische Angebote für Frauen, um den Frauenanteil in der Digitalbranche zu erhöhen und mehr Mädchen und Frauen für Fächer wie Informatik zu begeistern. Dazu gehören die frühzeitige spezifische Ansprache von Mädchen und Frauen bereits in der Schule, ein Hochschulwettbewerb um die besten Studienangebote speziell für Frauen, Mentoring-Programme in Wissenschaft und Wirtschaft, und Strukturen für eine bessere Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder.

Am Montag, 15. Oktober berichtete das Handelsblatt über die grüne Kleine Anfrage „Frauen in der Informatik – Ein Blick in die Bildungskette„.