Demokratie und Gerechtigkeit: „Nicht ohne uns“ mit Walter Sittler

Gemeinsam mit Walter Sittler habe ich über Demokratie und Gerechtigkeit diskutiert. Ausgangspunkt war der Film „Nicht ohne uns“, dessen Idee Walter Sittler mitentwickelt hat und bei dem seine Frau Sigrid Klausmann Regie geführt hat. Der Film zeigt 16 Kinder auf ihren Schulwegen – von Südafrika über Indien bis in die USA. Die Kinder erzählen darin, was Ihnen auf der Welt wichtig ist. Obwohl einige unter aus unserer Sicht nicht ganz einfachen Bedingungen groß werden, wünscht sich keines der Kinder an einen anderen Ort. Sie wünschen sich Frieden, eine gesunde Erde und dass ihre Schule gut ist.

In unserem Wahlprogramm heißt es „Welt im Blick“ – sehr vergleichbar zu diesem Film, der die Welt aus Kindersicht in den Blick nimmt. Als Grüne verstehen wir Gerechtigkeit in sehr vielfältiger weise: es geht um globale Gerechtigkeit, zu der gehört, dass wir den Kindern weltweit ihre Lebensgrundlagen in ihrer Heimat erhalten. Und wir verstehen darunter Chancengerechtigkeit durch gute Bildung. Das gilt auch für uns in Deutschland, wo wir mehr Geld in gute Schulen investieren müssen und Kinder besser vor Armut schützen müssen. Dafür wollen wir 12 Milliarden Euro in einen KindergeldBonus und in gute KiTas investieren.

„Nicht ohne uns“ steht letztlich auch dafür, dass Politik die Interessen der Kinder und aller Menschen, die bei uns leben, immer fest im Blick haben muss. Es geht bei dieser Wahl auch um die politische Kultur in unserer Demokratie. Ich setze mich dafür für mehr Bürgerbeteiligung bei uns ein. Im Gespräch mit Walter Sittler konnten wir auch deutlich machen, worauf es dabei ankommt: Bürgerbeteiligung darf nicht von oben verordnet werden, wenn es politisch brennt, wie zB beim Brexit-Votum. Bürgerbeteiligung muss aus der Mitte der Gesellschaft entstehen und von der Politik ermöglicht werden.

Danke an Walter Sittler für den spannenden Abend. Und danke an den Fotografen Martin Sammet für die schönen Bilder.